Ausstellung „Mümmel ist mein Leben <3"

Der Illustrator Andreas Röckener hat mit den Kindern Bilder und Geschichten aus Mümmelmannsberg entworfen. Sie zeigen, was in der Mümmel-Kunsthalle zu sehen ist, wer im Mümmel-Hotel wohnt, welche leckeren Speisen im Mümmel-Restaurant serviert werden und wie das Spiel SV Mümmel gegen Real Madrid endet…

Kinder aus der Grundschule Mümmelmannsberg, den Kitas Kandinskyallee und Kinderland und der Stadtteilschule haben unter der Projektleitung der Bücherhalle in den Jahren 2017 und 2018 mit viel Begeisterung daran gearbeitet.
Die Ergebnisse wurden in der Ausstellung erstmals am 24. Januar um 15 Uhr im Kinderrestaurant der Grundschule Mümmelmannsberg präsentiert.

Die beteiligten ersten und vierten Klassen sorgten für ein unterhaltsames Rahmenprogramm.

Die Bühnenbildnerin Amelie Hensel hat die Ausstellung in Kooperation mit ProQuartier erstellt. Sie wird in diesem Jahr an verschiedenen Orten im Stadtteil zu sehen sein:

Februar: Grundschule Mümmelmannsberg

März: Stadtteilschule Mümmelmannsberg

April: Kita Kinderland, Rahewinkel

Mai: Gemeindezentrum

Juni :Kita Kandinskyallee

Die Bücherhalle präsentiert eine Dauerausstellung mit ausgewählten Exponaten der Bilder.

Mümmel hat einen Stadtteilplan!!

„In Mümmel leben“, so heißt der neue Stadtteilplan von Mümmelmannsberg. In sechs verschiedenen Sprachen – Deutsch, Türkisch, Farsi/ Dari, Englisch, Französisch und Pashto – informiert der Stadtteilplan über Einrichtungen und Angebote in Mümmelmannsberg. Auf einer übersichtlichen Karte sind die Einrichtungen eingezeichnet. So kann man auch ganz schnell mal gucken, wo es Angebote für Senioren im Stadtteil gibt. Oder, wer einem helfen kann, wenn man Fragen zur Kinderbetreuung hat. Oder, wer einen in schwierigen Lebenssituationen unterstützen kann.

Der Stadtteilplan liegt in vielen Einrichtungen in Mümmel aus. Außerdem können Einrichtungen, die noch Stadtteilpläne brauchen, diese in der Jugendetage abholen.

Hit the road Nazi!

„Mümmel leben!“ stellt sich geschlossen gegen die rassistischen Schmierereien an der Al-Nour Moschee in Horn vergangene Woche. Hier ein musikalischer Kommentar des Stadtteilkantorats Mümmelmannsberg.

Open-Air Kino in der Jugendetage

Seit 2015 gibt es nun bereits die Mümmelmannsberger Lieblingsfilmtage. Ab diesem Jahr werden die Lieblingsfilmtage vom Jugendforum Mümmelmannsberg organisiert. Am 21.09.2018 zeigt das Jugendforum den Film „Boyz in the Hood“. Los geht’s um 18:00 im Garten der Jugendetage, Havighorster Redder 50. Die Veranstaltung ist offen für alle ab 16 Jahren. Der Eintritt ist kostenfrei.

Gute Wünsche für gute Nachbarn

 

Unter diesem Motto waren wir in den letzten Wochen des Jahres 2017 in Mümmel unterwegs und haben Wünsche von Mümmelmannsbergerinnen und Mümmelmannsbergern für Menschen in ihrer Nachbarschaft eingesammelt.

Von „Warme Füße“, über „So viel Schokolade essen, wie man will, ohne dick zu werden“, bis „Nachbarn die ihnen zuhören“ war alles dabei.

Eine Auswahl der Wünsche wurden in Mümmel ausgehängt, ausgelegt und mit einem süßen Gruß auf der Straße verteilt. Alle gesammelten Wünsche sind hier zu sehen.

I <3 Mümmel - Und was liebst du an Mümmel?

Bunte Luftballons schweben über der vergnügten Menschenmenge auf dem Skulpturenhof. Vielfältige musikalische Klänge mischen sich unter das Stimmengewirr. Es ist Internationales Freundschaftsfest in Mümmelmannsberg.
Wie jedes Jahr gibt es ein breites Angebot an musikalischen und tänzerischen Auftritten und ein interreligiöses Friedensgebet zu Beginn. Verschiedenste Vereine aus Mümmel sind mit Ständen vertreten; auch „Mümmel leben!“. Dieses Jahr verteilen wir Luftballons in den „Mümmel leben!“Farben und dem Aufdruck I <3 Mümmel. Die Luftballons sind der Hit unter den Kindern und nicht selten sieht man auch den ein oder anderen Luftballon über den Hochhäusern gen Himmel schweben. Bei dem Ansturm interessiert uns natürlich brennend, was Mümmler denn an ihrem Stadtteil besonders lieben. Hier nur ein paar der Antworten: Mümmel ist grün, es gibt tolle Spielplätze (z.B. den Bauspielplatz in der Glinde Au), die kulturelle Vielfalt ist groß und es gibt nicht so viel Streit. Außerdem nutzten wir die Chance, so viele Mümmler auf einem Fleck anzutreffen, dafür eine erste Umfrage für unser Projekt einer aktualisierten Stadtteilkarte durchzuführen. Hier interessierte uns, welche Orte und Informationen für Leute, die neu nach Mümmel ziehen, wichtig sind zu kennen.

Lass dich ins Jugendforum wählen!

Unter dem Motto „Mach dich stark für Mümmel“ laufen die Wahlen fürs Jugendforum 2017!
Bis Mitte Juni können sich Jugendliche zwischen 12-27 Jahren für ihre Jugendeinrichtung ins Jugendforum wählen lassen, und sich so für ihren Stadtteil stark machen. Denn im Jugendforum können Jugendliche eigene Projekte und Aktionen starten, um Mümmel zu einem besseren Stadtteil für Kinder und Jugendliche zu machen. Noch dazu haben zwei Mitglieder des Jugendforums eine Stimme im Begleitausschuss von „Mümmel leben!“ und können so aktiv mitbestimmen, was im Stadtteil passiert.
In den nächsten Tagen werden die tollen Plakate und Flyer in den teilnehmenden Jugendeinrichtungen verteilt (Jugendetage, Lass 1000 Steine Rollen Mädchentreff und Musikbereich, Jugendkeller, Haus der Jugend, Bauspielplatz und Ganztagsstadtteilschule) Die gsm hat übrigens als allererste bereits ihre zwei VertreterInnen in der letzten Schülerratssitzung gewählt 🙂

Du willst mitmachen? Dann informier dich in deiner Jugendeinrichtung!

„Mümmel leben!“ Rückblick und Vorschau

„Mümmel leben!“ befindet sich nun offiziell im dritten Förderjahr. Was haben wir bisher erreicht? Welche Projekte liefen bereits? Und was ist für 2017 geplant?

Seit Herbst 2015 ist schon viel geschehen. Es wurden Projekte gestartet, die verschiedene Gruppen in Mümmel empowern. So hat zum Beispiel der Mädchentreff von „Lass 1000 Steine rollen“ zu den Themen Identität und Flucht gearbeitet. In dem Projekt Akwaaba treffen sich seit Herbst 2015 regelmäßig Eltern aus der afrikanischen Community, um über verschiedene Themen wie das deutsche Schulsystem oder Erziehung in Deutschland und in den Heimatländern zu reden. Seit Herbst 2016 gibt es nun auch den Väter-Kinder-Treff, bei dem Väter aus Mümmelmannsberg gemeinsam mit ihren Kindern Zeit verbringen, spielen und neue Freundschaften schließen können. Und auch die Lieblingsfilmtage, die 2015 starteten, wurden 2016 erfolgreich unter der Beteiligung von Jugendlichen fortgeführt. Darüber hinaus machen such Jugendliche im Jugendforum stark für Mümmel. Im Rahmen der Aktion „Erst die Arbeit und dann…“ wurde auf dem Schulhof der Grundschule Rahewinkel Unkraut gezupft und der Garten des Mädchentreffs wurde umgegraben. Die Streitschlichter der gsm wurden mit neuen T-Shirts ausgestattet, um sichtbarer und bekannter in der Schule zu werden. Außerdem wurden die Jugendlichen des Jugendforums in zwei Workshops geschult, wie sie kreativ Projektideen entwickeln können und diese dann auch planen und umsetzen können.

Außerdem hat „Mümmel leben!“ viele Projekte gefördert, die das interreligiöse und interkulturelle Miteinander im Stadtteil stärken. Hierzu gehören das Projekt Trimum, bei dem ein interreligiöser Chor gemeinsam Musik für den Stadtteil entwickelte, und die interkulturelle Kunst. Beide fanden mit einer Feier, bei der die Bodenintarsie des „Engels der Kulturen“ vor der Kirche verlegt wurde und anschließend der interreligiöse Chor auftrat, einen krönenden Abschluss. Besonders während des Trimum-Projektes entstand die Idee eines Stadtteilkantors für Mümmel. Diese Idee nimmt momentan Formen an und wird in nächster Zeit weiter verfolgt. Darüber hinaus wurde im Herbst 2016 der Runde Tisch der Religionen ins Leben gerufen. Hier treffen sich in regelmäßigen Abständen Bewohner und Bewohnerinnen und Vertreter von wichtigen religiösen Gemeinschaften des Stadtteils, die das interrligiöse Zusammenleben in Mümmel voranbringen wollen. Die Treffen des Runden Tisches erfreuen sich einer sehr regen Teilnahme. Dabei konnten schon viele tolle Ideen für weitere Aktionen in 2017 gesammelt werden.

In 2017 sollen besonders die Bereiche Elternarbeit, interreligiöser/ interkultureller Dialog, das Jugendforum und kulturelle Veranstaltungen im Stadtteil noch weiter voran gebracht werden. Hierzu gibt es schon vielfältige Ideen, die in der nächsten Zeit konkreter geplant werden.

Was war 2016

Ein Engel rollt durch Mümmel

Wer heute vormittag in Mümmel unterwegs war, dem könnte ein Engel begegnet sein. Gefolgt von einer Traube aus Kindern der Grundschulen Mümmelmannsberg und Rahewinkel. Der Engel rollte vom evang. luth. Gemeindezentrum über die Grundschule Mümmelmannsberg, die evangelische Kita St.Nikolaus, die Grundschule Rahewinkel und die Kita Mümmelmäuse quer durch den ganzen Stadtteil und zurück zum Gemeindezentrum.

Doch was hat es mit dem Engel auf sich?

Der Engel ist ein eisernes Rad, ein Kunstwerk, dass die Symbole der drei monotheistischen Religionen – Christentum, Islam und Judentum – in einem Kreis vereint. Der Kreis symbolisiert dabei den Globus, aber auch den Zusammenhalt zwischen den Religionen. In der Mitte des Kreises entsteht dabei ganz zufällig ein Engel; somit ist der Engel der Kulturen ein Symbol für den Frieden aller Religionen auf Erden.

Und dieser Engel rollte nun heute durch ganz Mümmel, wurde von Kindern an den unterschiedlichen Stationen mit selbstgemalten Engel der Kulturen oder Liedern über Engel begrüßt, und brachte Leute in ganz Mümmel vom Postboten über Kinder und Polizisten bis hin zu interessierten Nachbarn, die vom Balkon aus zuschauten, ins Gespräch. An jeder der Stationen wurde ein Engel aus Sand hinterlassen. An der Endtstation – dem Gemeindezentrum – wurde eine Bodenintarsie des Engels verlegt. Es ist die 98. Intarsie, die in ganz Europa verlegt wurde.  Hier waren auch der Rabbiner und die Kantorin der Liberal Jüdischen Gemeinde Hamburgs dabei, die gemeinsam mit dem Pastor der evangelischen Gemeinde und weiteren Gästen die Bodenintarsie für die nächste Stadt aus einem Stück Eisen brannten. Dieses Projekt wurde von „Demokratie leben!“ gefördert, genauso wie der interreligiöse Chor des Trimum-Projektes, der im Anschluss auftrat.

Jugend macht Stadt

In Hannover findet zurzeit der 10. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik unter dem Titel “ Städtische Energien- Zusammenhalt gestalten“ statt.
Im Rahmen des Kongresses wurde das Projekt Jugend.Stadt.Labor vorgestellt.
Wie sieht eine  jugendgerechte und jugendfreundliche Stadt aus? Welches Raumverständnis haben Kinder und Jugendliche? Wie finden Kinder und Jugendliche Räume, wie können sie sich diese Räume aneignen und was verbirgt sich hinter dem Begriff Do-ocracy? Diese Fragen führten Lena Hapke und Maren Fröhling als Begleiter des Jugendforums Mümmelmannsberg nach Hannover.

Wann ist eine Stadt jugendgerecht? Wenn es dort viele Spielplätze und Jugendzentren zu finden gibt? Wenn Kinder und Jugendlichen zwischen einer Vielzahl von Schulen auswählen können? Der StadtChecker kritisiert, dass nur die Anzahl dieser beispielhaften eingegrenzten Räume nicht ausreicht, um eine Stadt als jugend- oder kindergerecht zu beschreiben.
Deshalb erstellen sie einen Fragenkatalog, um einen differenzierten Blick auf Städte zu werfen. Befragte werden Jugendlichen dabei zu folgenden Themen:
– Kultur und Sport
– Freiraum
– Mitwirken
– Zusammenleben
– Mobilität

„Gibt es Orte an denen du machen kannst, was du willst?“, „Gibt es in deiner Stadt geheime Orte, an denen du unbeobachtet sein kannst?“, „Fährst du in deiner Stadt gerne Rad?“ oder „Darfst du sein wie du bist, oder guckt jemand komisch?“- Diese Fragen helfen nicht nur das Angebot einer Stadt zu untersuchen, sondern auch, ob die Kinder und Jugendlichen sich in ihrer Stadt wohl fühlen, ob sie respektiert und wertgeschätzt werden und ob sie auch Möglichkeiten sehen, ihre Stadt selbst mitzugestalten.

Von Anklam bis Esslingen über Hannover und Witten wurde 7 Jahre lang zum Thema Jugend und Stadt geforscht. Jugendliche haben dabei nicht nur Räume gesucht und aufgefunden, sondern sie auch mitgestaltet oder neu geschaffen. Ihnen wurde Verantwortung übertragen, sie haben voneinander gelernt, sich gegenseitig unterstützt und demokratische Strukturen geschaffen. Aber vor allem haben sie ein Zeichen gesetzt.

Mit zurück nach Mümmel werden viele neue Inspirationen und Ideen mitgenommen. Momentan besuchen die Jugendlichen verschiedene Urban Gardening Projekte und laden GärtnerInnen ein, um von ihnen mehr über die Arbeit in einem Garten zu erfahren. In einem nächsten Schritt können auch die Jugendlichen Orte für Gärten in Mümmel suchen und als jugendliche Stadtgestalter aktiv werden.